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Medien, die 4. Kraft im Staat?

Die Wissenschaftliche Gesellschaft e.V. lädt jedes Jahr zum Führungsgespräch und beleuchtet aktuelle Themen, die Wirtschaftslenker umtreiben. Im Oktober 202 traf man sich in Potsdam in dem Gelände der Babelsberg Studios. Prof. Nico Hofmann, Geschäftsführer der UFA GmbH, nahm den Rundgang durch die Studios Babelsberg zum Anlass, einen Blick – im wahrsten Sinne des Wortes – hinter die Kulissen zu gewähren. Beim Kamingespräch am Abend diskutierte Michael Hanfeld, Journalist bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, mit viert Content-Produzenten der Medienbranche über die Chancen und Risiken im globalen Wettbewerb. In den Freitag starteten wir mit „Steingarts Morningbriefing“ und sehr interessanten, wenn auch polarisierenden Ansichten von Gabor Steingart.


Eine nicht weniger pfeffrige Diskussion leitete Dunja Hayali, in die sie immer wieder auch in die Rolle einer mitdiskutierenden Podiumsteilnehmerin schlüpfte. Was ich aus all dem mitgenommen habe: Die Öffentlich-Rechtlichen haben eine wichtige Aufgabe im Staat, die es um jeden Preis zu erhalten gilt. Zum einen müssen sie sich aber das veränderte Nutzungsverhalten anpassen. Zum Zweiten: Wenn auch vielfach als Meinungsjournalismus kritisiert, haben die Medien auch – oder vor allem – im digitalen Zeitalter – eine unersetzliche Rolle im Benennen relevanter Themen. Absolute Neutralität ist in unserer heutigen Flut an Informationen nicht mehr einzuhalten. Und das nennen wir in unserer Demokratie „Haltungsjournalismus“.